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Presse

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Referenzschreiben für Via Cultus Internationale Gruppen- und Studienreisen GmbH

Sehr geehrte Damen und Herren,

als politische Stiftung veranstalten wir regelmäßig Studienreisen in das europäische Ausland. 2013 haben wir eine Reise nach Thessaloniki, Griechenland, veranstaltet und dabei erstmals mit Via Cultus kooperiert. Via Cultus hat in bei dieser Kooperation ausgezeichnete Arbeit geleistet und sich als äußerst zuverlässiger Partner erwiesen. Wir werden deswegen auch bei zukünftigen Gelegenheiten gern wieder mit Via Cultus zusammenarbeiten.

Besonders positiv hervorzuheben ist die kreative und flexible Integration unserer inhaltlichen Wünsche in das Reiseprogramm. Als politische Stiftung legen wir Wert darauf, dass nicht touristische Attraktionen den Hauptinhalt der Programme bilden. Via Cultus bemühte sich äußerst erfolgreich um die Integration politischer und kultureller Programminhalte und ermöglichte den Besuch des jüdischen Museums, des Goethe-Instituts und der Handelskammer. Zudem leisteten Via Cultus wie auch die örtliche Reiseleitung hervorragende Unterstützung bei der Kontaktherstellung zu und den Gesprächen mit lokalen Nichtregierungsorganisationen wie Antigone (NRO für die Integration von Flüchtlingen und Minderheiten) oder PERKA (Kooperative für ökologischen Landbau und Stadtentwicklung). Die Reiseleitung übersetzte auch fachlich anspruchsvolle Referate und ging flexibel mit TeilnehmerInnen-Wünschen um.

Bis auf einen Termin konnten alle Termine programmgemäß wahrgenommen werden und wurden sowohl von den Teilnehmenden als auch von den örtlichen Partnern als äußerst bereichernd empfunden, wie sich in einer abschließenden Feedback-Runde sowie in den schriftlichen Rückmeldungen der GesprächspartnerInnen zeigte.

Via Cultus hat sich stets sehr um die Zufriedenheit der Teilnehmenden bemüht, bereits vor Reiseantritt Informationsmaterialien und Literatur recherchiert, und einzelne Reisende bei der Buchung von Zusatznächten unterstützt. Besonders positiv ist der Fall einer Teilnehmerin hervorzuheben, die aufgrund eines plötzlichen Todesfalls in ihrer Familie zuerst kurzfristig von der Reise zurücktrat, dann nach etwas Bedenkzeit aber doch wieder zusagte. Via Cultus zeigte sich in diesem Zusammenhang in jeder Hinsicht ausgesprochen flexibel und kulant.

Wir konnten uns zu jedem Zeitpunkt der Zusammenarbeit voll und ganz auf die kompetente und zuverlässige Betreuung durch Via Cultus verlassen und können Via Cultus daher in allen Belangen nur weiterempfehlen.

Mit freundlichem Gruß,

L. S. M. aus Bremen



Von Stephanie Wickerath

RP Tönisvorst/Willich, den 20.11.2016

Senioren-Union auf großer Fahrt

Interessante Reisen und einige Tagesausflüge bietet die Senioren-Union im Kreis für das kommende Jahr an. „Wir haben einen neuen Partner für unsere politischen Bildungsreisen gefunden“, verkündet Reinhard Maly, Kreisvorsitzender der Senioren-Union im Pressegespräch. Selbstverständlich seien Reise aber weiterhin nicht nur für Mitglieder der Senioren-Union. „Und sie beschränken sich auch nicht auf Bürger aus dem Kreis Viersen“, betont Reinhard Maly. Vielmehr könne sich jeder anmelden und teilnehmen.

Die erste Reise, die die Christdemokraten sich ausgesucht haben, geht vom 7. bis zum 19. Februar 2016 nach Äthiopien. „Ein hochspannendes Land, äußerst reizvoll für anspruchsvolle Europäer“, verspricht Nevzat Güney, Geschäftsführer des Reiseanbieters via cultus. „Die Wiege der Menschheit“ überrasche mit den ältesten christlichen Kirchen, einer grandiosen Landschaft und einer spannenden politischen Geschichte. „All das werden wir unseren Reisegästen näherbringen“, verspricht Güney.
Weniger fremd dürften den meisten Reisenden die Ziele der Balkanreise sein, die ebenfalls auf dem Programm steht. Montenegro, Albanien, Mazedonien und Slowenien werden angesteuert. Etwas exotischer wird es dann wieder bei der Reise nach Nordzypern, wo die Teilnehmer unter anderem die deutsche Marinebasis besuchen. Termine und Preise für die Fahrten stehen noch nicht fest.

Die weiteren Reisen, die die Kreis-Senioren-Union mit via cultus 2016 anbietet, führen in die Städte Brüssel und Antwerpen, wo die Mitreisenden Tagungen besuchen und mit Politikern diskutieren können. Außerdem gibt es eine Reise nach Frankfurt, Karlsruhe und Straßburg, bei der europäischen Banken, europäisches Recht und europäische Politik im Mittelpunkt stehen. Literarisch wird es bei der Städtereise nach Weimar und Eisenach.

Die Tagesfahrten, die der Vorstand der Kreis Senioren Union selber organisiert, sollen im kommenden Jahr in die Duisburger Moschee führen, an den Essener Baldeneysee und ins Theater Mönchengladbar. Informationen zu allen Reisen gibt es im Internet unter www.senioren-union-kreisviersen.de oder bei Reinhard Maly unter der Telefonnummer 02156972306.

Die nächsten Termine der Senioren Union sind die Verleihung des mit 250 Euro dotierten Ger-Schmitz-Preises, der in diesem Jahr an die Bürgerhilfe Senioren-Union-Brüggen geht. Außerdem gibt es am 21.Januar eine Mitgliederversammlung in Alt-Willich, der der die dortige Senioren Union reaktiviert werden soll. Der Kreisparteitag steht Ende Februar in Oedt an. Des Weiteren planen die Christdemokraten ein Bürgerforum zum Thema Gesundheit in Kempen und eine Veranstaltung zur Altersarmut.


Westanatolien-Reise 2010

Geschrieben von: G. T. / Textil- und Antikliebhaberin

Westanatolienreise Gesellschaft
vom 3.5.10-12.5.10

Wir sind eine Gruppe von 18 Mitgliedern, für die die Gruppenleiter D. Z. und G. W. i nteressante Programmpunkte zusammengestellt haben und die die Geschichtsträchtigkeit und das Flair dieser Region, Ursprungsgebiet so vieler Teppichkostbarkeiten, die uns besonders am Herzen liegen, genießen wollen.

Montag, 3.5.10

Wir treffen uns alle am Frankfurter Flughafen und starten mit einer ¾ Stunde Verspätung. Der Flug ist o.k., wir landen in Istanbul, der Reiseführer von via cultus namens Cihan wartet schon auf uns, bloß L.F. geht noch ab, weil er als Amerikaner ein Visum braucht. Schließlich können wir losfahren, wir haben einen schönen Bus, der Fahrer heißt Emin.

Wir bekommen erste Informationen über und erste Eindrücke von der Stadt, die auch auf 7 Hügeln erbaut worden ist, was ein abwechslungsreiches Bild ergibt und immer wieder interessante Ausblicke gewährt.

I stanbul ist eine ausufernde Stadt mit zur Zeit 15 Millionen Einwohnern. Orhan Pamuk schreibt in seinem Buch Istanbul: „ Nach dem ersten Weltkrieg……hatte Istanbul kaum mehr als eine halbe Million Einwohner. Gegen Ende der fünfziger Jahre, als ich noch ein Kind war, erreichte die Einwohnerzahl eine Million. Anfang 2000 waren es 10 Millionen…..“

1970 hatte die Stadt 2,25 Millionen Einwohner, von denen 20.000 Griechen waren (Meyers Enzyklopädisches Lexikon 1974), und Griechen waren es auch, die die Stadt im 7. Jhdt v. Chr. an dieser wichtigen Handelsstraße gründeten. Jason ist hier in legendären Zeiten auf der Suche nach dem Goldenen Vlies sicher auch vorbeigekommen.

Wir fahren am unteren Bosporus entlang, das Wasser ist herrlich blau, es gibt einen Hafen mit vielen Segel- und anderen Booten. Auf der anderen Seite des Wassers ist der asiatische Teil der Stadt. Der Himmel ist auch blau, und es weht ein schöner warmer Wind.

Wir fahren an der Theodosianischen Landmauer entlang, die der namensgebende Kaiser 412-422 n. Chr. erbauen ließ. Die Mauer war mal 2-reihig mit jeweils tiefen Gräben vor der inneren und äußeren Mauer, zinnenbewehrt und mit Türmen besetzt, einzelne Tore sind noch erhalten. An der Mauer entlang sehe ich etliche Schrebergärten, wie es sie an der Nürnberger Stadtumwallung auch gibt. Die Mauer schützte die Stadt 1000 Jahre lang, die solange als uneinnehmbar galt, bis Mehmet II sie 1453 eroberte. Die Silhouetten der Moscheen, teilweise von dem berühmten Baumeister des 16. Jhdts Sinan (1491-1588) erbaut, geben der Stadt ihr orientalisches Aussehen.

Immer noch an der Theodosianischen Landmauer entlang, fahren wir bis zum Goldenen Horn, wo die Landmauer endet und in die Seemauer übergeht, vorbei an einer orthodoxen Kirche, dem Sitz des griechisch-orthodoxen Patriarchats, und der Süleymaniye-Moschee, letztere auch von Sinan erbaut.

Wir fahren weiter über das Goldene Horn und die Galatabrücke unter dem Aquaedukt aus dem 4. Jhdt n. Chr. vorbei an der Fatih-Moschee zum Hotel Berr, unserem Quartier in Istanbul. Nach dem Abendessen machen wir noch einen Bummel zur Fatih-Moschee und zum Mausoleum von Mehmet II, wir sehen von außen durch ein Fenster den riesigen Sarkophag mit dem großen prächtigen Turban des Herrschers (je größer der Turban, desto bedeutender der Tote). Es ist schon dunkel, das Areal um Moschee und Mausoleum herum ist sehr malerisch. An der Straße zurück zum Hotel fallen ausgesprochen viele Geschäfte für Brautmoden auf. Für meinen Geschmack viel, viel, viel zu zuckerig!

Dienstag, 4.5.10

Wir starten mit dem Bus auf die asiatische Seite der Stadt, überqueren dabei wieder die Landmauer. Die Silhouette mit Kuppeln und Minaretten wechselt immer wieder zu Arealen mit imposanten Hochhäusern, dazwischen niedrigere, wuselige Bebauung, das ganze ziemlich inhomogen.

Wir fahren auf der Hauptstraße über die große Mehmet II-Hängebrücke und haben einen prächtigen Blick auf den Bosporus, rechts liegt der Ausgang des Bosporus zum Marmarameer hin und links geht es zum Schwarzen Meer.

Wir fahren zur Fakultät für Bildende Künste der Marmara-Universität, wo wir von einer Professorin freundlich empfangen werden, die uns ihre Mitarbeit am Dobag-Projekt erläutert. In der Werkstatt sehen wir viele Webstühle, an denen die Studenten die Techniken erlernen und ihre Entwürfe realisieren. In den Gängen sind in Schaukästen ihre Werke ausgestellt.

W ir befinden uns im Viertel Skutari-Kadiköy und haben wieder einen herrlichen Blick auf den Bosporus und gegenüber die Silhouette mit der Blauen Moschee, dem Topkapi-Palast, der Hagia Sofia und der Süleymaniye-Moschee. Auf dem Bosporus herrscht reges Treiben von Lastschiffen.

Über die Bosporusbrücke und die Galatabrücke kommen wir wieder auf die europäische Seite, fahren an der Seemauer entlang, an der Palastnase (das ist der Landvorsprung am Topkapi-Palast) und Blauen Moschee vorbei und haben einen prächtigen Blick auf die Hagia Sofia, deren Anfänge im 4. Jhdt n. Chr. in der Zeit Konstantins des Großen liegen.

Ich bin ergriffen, unter der gewaltigen Kuppel dieser bedeutenden Kirche der Christenheit zu stehen! Es gibt noch vereinzelt herrliche Mosaiken und Fresken, die in osmanischer Zeit, als die Kirche zu einer Moschee umgewidmet wurde, übertüncht waren und jetzt, da das ganze Bauwerk ein Museum ist, wieder freigelegt wurden.

Nicht weit von hier, gegenüber der Hagia Sofia, ist die Sultan-Ahmed-Moschee, Anfang des 17.Jhdts erbaut, die mit ihren 6 Minaretten, vielen Kuppeln und Türmchen eine herrliche Silhouette abgibt und wegen ihrer Innenausstattung mit den wunderschönen blauen Fliesen aus Iznik die Blaue Moschee genannt wird. Die vielen bunten Glasfenster machen die Moschee im Inneren schön hell. An der nordwestlichen Seite der Blauen Moschee befand sich in römischer Zeit das Hippodrom. Auf der M ittelachse dieses Areals steht heute ein ägyptischer Obelisk aus Karnak, eine bronzene Schlangensäule aus Delphi, ein gemauerter Obelisk, der früher vermutlich mal mit Bronzeplatten verkleidet war und am Ende des Platzes noch der Deutsche Brunnen, den Kaiser Wilhelm II 1898 dem damaligen Sultan geschenkt hat.

Letzter Punkt auf dem Besichtigungsprogramm ist heute die Zisterne aus dem 6. Jhdt, der Zeit Kaiser Justinians. Die vielen herrlich gemauerten Kuppeln dieses unterirdischen Reiches werden von über 300 Säulen mit ganz verschiedenen Kapitellen getragen, die von älteren griechischen Bauwerken stammen. Die Säulen sind teilweise beleuchtet, zwei von ihnen stehen auf umgedrehten Medusenhäuptern, vielleicht zum Zeichen dafür, daß man alles umkrempeln wollte. Im Wasser liegen viele Münzen und schwimmen zahlreiche Fische. Es herrscht eine ganz tolle Atmosphäre.

Zum Abendessen fahren wir zum Hauptbahnhof, der Endstation des legendären Orientexpress. Es ist ein schönes altes Gebäude, und wir dinieren im ehemaligen Wartesaal unter historischen Fotos, u. a. von Agatha Christie.

Zum Abschluß gibt es noch eine kleine Stadtrundfahrt: „Istanbul bei Nacht“. Wir fahren an der „Hohen Pforte“ vorbei, einem prachtvollen Tor zu dem Gelände, auf dem sich die Verwaltungsgebäude des Osmanischen Reiches befanden, gegenüber von einem Pavillon mit vergoldeten Fenstergittern, von dem aus der Sultan bei Umzügen seine Untertanen grüßen konnte. Weiter geht es am beleuchteten Goldenen Horn und am Bosporus entlang zu einem Bummel in der mit Lichtern (für meinen Geschmack weihnachtlich, es sind Sterne und Weihnachtsmänner dabei) geschmückten Fußgängerzone. Es ist eine breite Straße, an der viele Häuser mit prächtigen Fassaden vom Ende des 19. und Anfang des 20. Jhdts stehen. Wir schlendern auch durch kleine Seitenstraßen, an denen sich ein Straßenrestaurant an das andere reiht, teilweise mit ohrenbetäubender Live-Musik

Mittwoch, 5.5.10

Erster Programmpunkt ist heute der Topkapi-Palast, zwischen 1459 und 1465 kurz nach der Eroberung Konstantinopels von Sultan Mehmet II erbaut. Wir steigen an der Hagia Sophia aus und gehen zwischen Hagia Sophia und Palastmauer die ruhige gepflegte Straße (Sogukcesme sok) mit den alten kleinen restaurierten Holzhäusern entlang. Sehr gute Adresse!

W ir betreten die Palastanlage mit ihren Terrassen zum Bosporus und zum Goldenen Horn, sehen die Schatzkammer, die Reliquienkammer, die Halle der Gerechtigkeit, in der der Sultan seinen Wesiren Anweisungen gab, und den Harem, dieses mit herrlichen Fliesen geschmückte Gefängnis für die schönen Sklavinnen des weniger schönen Sultans.

N ahe am Topkapi-Palast steht der Ibrahim Pascha Palast (Ibrahim Pascha war ein Schwiegersohn und Großwesir Suleimans des Prächtigen 1520-66), in dem das Museum für türkische und islamische Kunst untergebracht ist. An dem Palastbau soll auch der Baumeister Sinan mitgewirkt haben.

Neben vielen anderen Exponaten (seltene Handschriften, Kalligraphien, Koranständer) interessieren uns die Teppiche am meisten, wir sehen u. a. sehr geschickt präsentierte Fragmente aus dem 13. Jhdt, Teppiche mit Tschintamani- und Wellenmotiven, einen Garten-Teppich und einen Vogel-Uschak.

Danach besuchen wir die Werkstatt eines Teppichrestaurators und sehen, wie mühselig seine Arbeit ist. Anschließend sind wir in der Galerie des renommierten Teppichhändlers Cetinkaya zu Gast, der seltene und alte Teppiche und viele Waren aus Usbekistan (Susanis, Seidengewebe, auch Ikats) verkauft. Das Abendessen in einem Restaurant am Marmarameer ist der letzte Punkt unseres heutigen Tagesprogramms.

Donnerstag, 6.5.10

Wir besuchen die Erlöserkirche des Chora-Klosters, in der einige der exquisitesten byzantinischen Mosaiken und Fresken bewahrt werden. Die Anfänge der Kirche liegen wohl im 4. Jhdt n. Chr., der h eutige Bau geht auf das 11. Jhdt zurück. Der Mosaiken- und Freskenschmuck stammt aus den Jahren 1315-1321. Es gibt herrlich gemauerte Gewölbe an den Decken, überall romanische Bögen, alte Säulen mit wunderschönen Kapitellen. In den Mosaiken wird Maria auch als orientalische Frau mit schwarzem Gewand und Schleier dargestellt (man stelle sich dagegen die farbenprächtigen, lieblichen Renaissance-Madonnen vor, die uns geläufiger sind), über dem Portal des Hauptschiffs eine Dormitio-Szene, d.h. die Himmelfahrt Mariens: Maria liegt auf dem Totenbett, über ihr steht Jesus mit einem Kind auf dem Arm, das symbolisiert die Seele Mariens. Über dem ganzen schweben die Cherubim, die die Seele Mariens in Empfang nehmen wollen.

Nächster Programmpunkt ist die Suleymaniye-Moschee, die wir leider nur von außen anschauen können, weil sie gerade renoviert wird. Sie wurde (1550-1557) auch von dem berühmten Baumeister Sinan gebaut, der als Kind im Rahmen der „Knabenlese“ aus einer christlichen Familie herausgeholt wurde und in dem Erziehungsprogramm Enderun ausgebildet und zum Moslem erzogen wurde. Um die Moschee herum ist ein schöner, gepflegter Friedhof, auf dem viele gesunde Rosenstöcke stehen. Leider blühen sie noch nicht. Auf dem Friedhof stehen auch die Mausoleen des Sultan Suleiman I. und des Sinan, beide (die Mausoleen) mit schönen Iznik-Fliesen ausgestattet. Nach einem Gang durch den Bazar sehen wir noch ein weiteres Werk von Sinan, die Rüstem-Pascha-Moschee, die den kostbarsten Fayenceschmuck (natürlich aus Iznik) aller Istanbuler Moscheen aufweist. Rstem Pascha war ein Schwiegersohn und Großwesir Suleimans I. In meinem Vis-a-Vis Istanbul-Reiseführer steht: „Die überwältigende Innendekoration (der Moschee) läßt ahnen, welch saftige Schmiergelder der korrupte Rüstem Pascha einstrich.“

Wir gehen weiter über den Ägyptischen Gewürzbazar zur Neuen Moschee od. Yeni-Camii aus dem 17. Jhdt, die von der Mutter Sultan Mehmets III. gestiftet wurde. Der riesige Bau mit der Zentralkuppel à la Sinan ist innen mit Kalligraphien und Fließen aus Iznik geschmückt, deren Qualität im 17.Jhdt aber schon anfing nachzulassen.

Die Moschee befindet sich am Südende der Galata-Brücke, über die wir jetzt bummeln. Überall herrscht geschäftiges Treiben und viele Einheimische angeln vom Geländer aus nach Fischen.

Wir fahren mit dem Bus in den Norden von Istanbul. Im oberen Drittel vom Bosporus befindet sich am europäischen Ufer das private Museum Sadberk Hanim der Unternehmer-Familie Koc. Es beherbergt archäologische Sammlungen aller Perioden seit der Jungsteinzeit, Fliesen und Keramik aus Iznik und Gewänder aus dem 19. Jhdt Bei der Keramik entdecke ich Motive, die auch in Teppichen vorkommen: Tschintamani und Wolkenband.

Das Gebäude des Museums ist eines (besser gesagt zwei) der berühmten Yali-Holzhäuser, die sich reiche Istanbuler Familien in den letzten zwei oder drei Jahrhunderten an den Ufern des Bosporus als Ferienhäuser gebaut haben. Die Familie Koc hat es noch bis Mitte des letzten Jahrhunderts als Ferienhaus genutzt. Danach wurde es innen museumstauglich umgebaut.

Zum Abendessen gehen wir in der Nähe in ein schönes Strandlokal mit Blick direkt auf die Einmündung des Bosporus in das Schwarze Meer. Grandios! Hier hat sich der Jason auch durchgezwängt, wie er das Goldene Vließ gesucht hat. Es herrscht reger Schiffsverkehr. Wir besteigen eines der Schiffe und fahren den ganzen Bosporus wieder hinunter. Wir sehen auf der europäischen und der asiatischen Seite zahlreiche Yali-Häuser, in jedem Erhaltungszustand. Orhan Pamuk beschreibt in seinem Istanbul-Buch ausführlich, wie die Yalis seit vielen Jahren der Verwahrlosung und Bränden zum Opfer gefallen sind und durch Betonbauten ersetzt wurden.

Wir landen in der Nähe des Dolmabahce-Palastes und genießen noch einmal den Blick auf die Silhouette der Altstadt.

Freitag, 7.5.10……….


Politische Bildungsreise Burgund / Frankreich 2013

Ich möchte mich heute zu  nochmals für die großartige Unterstützung anlässlich unserer politischen Studienreise nach Burgund bedanken.

Sie hatten viel Arbeit mit der Organisation, der Detailplanung, der Koordinierung der Termine u.a. mehr. ich kann sehr genau einschätzen wie viel Engagement das braucht, und deshalb gilt mein ganz persönliches Dankeschön an allererster Stelle Ihnen. Ich habe Ihnen schon einmal gesagt, wie kompetent und mit viel Freude zum Beruf Sie alles vorbereitet haben, und ich möchte dies ausdrücklich noch einmal betonen.

Danken möchte ich auch via cultus, denn ich konnte Sie bei dieser maßgeschneiderten Reise als verlässlichen Partner kennenlernen.

Herzliche Grüße aus Mainz

E. B.

Politische Stiftung aus Rheinland-Pfalz


Schottland war eine Reise wert

Seit Jahren veranstaltet der Schwarzwaldverein in den Pfingstferien eine Wander- und Studienwoche. Nachdem im letzten Jahr das Bundesland Brandenburg auf dem Programm stand, organisierte K.G. Goerke vom 10. – 17. Mai eine „Scotland – Tour“, zu der sich 33 Mitglieder und Gäste angemeldet hatten.

Nach dem nervtötenden Einchecken auf dem Flughafen Frankfurt und einem angenehmen, knapp zweistündigem Lufthansa-Flug landeten wir am frühen Nachmittag auf dem Airport in Edinburgh, wo wir von unserem Begleiterteam, Reiseleiterin Doreen und Busfahrer Chick, freundlich begrüßt wurden. Auf der Fahrt nach Glasgow gab es ein paar „Regenspritzer“ und wir dachten „Gut, dass wir unsere Knirpse dabei haben“. Doch nach 5 Minuten hatte es für die nächsten sechs Tage ausgeregnet, denn wir hatten ab sofort Sonnenschein, blauer Himmel und ab und zu ein paar Wolken. So ist es eben, wenn Engel reisen!!

Am Sonntag stand ein Besuch der Insel Arran auf dem Programm. Wie recht hatte Doreen, als sie die Insel als „Schottland en miniature“ vorstellte: Schlösser, Berge mit über 8oo m Höhe, Whisky-Brennereien, Befestigungsruinen und viele Schafe auf grünen Wiesen, die vom blühenden Ginster umsäumt waren. Dieser Eindruck einer abwechslungsreichen Landschaft bestätigte sich dann auch an den kommenden Tagen. Abschluss dieses Tages war der Besuch des Brodick-Castle mit seinen wunderschönen Räumen mit tollen Gemälden und einem gepflegten, blumenreichen Park. Sicher wäre es für einige ratsam gewesen, sich bei der Fahrt mit der Fähre mit Sonnencreme zu versorgen!

Montags packten wir unsere Koffer in den Bus und ab ging es auf immer guten Straßen in unserem neuen, bequemen Bus gen Norden in Richtung der bekannten Highlands. Mit schönen schottischen Melodien auf einer CD wurden wir auf Loch Lomond, dem mit 71 qkm größten See Großbritanniens, eingestimmt, wo wir in Luss einen Fotostopp machten. Vorbei an weiteren Lochs und vielen Schafherden besuchten wir in den geschichtsreichen Ort Glencoe, inmitten der herrlichen Berge gelegen. Dort staunte selbst Doreen, denn der höchste Berg Schottlands, der Ben Nevis mit 1344 m, zeigte sich „oben ohne“, denn bei „normalem“ schottischen Wetter liegt der Gipfel immer in Wolken. Glück muss man haben! Bald erreichten wir dann Loch Ness, wegen Nessie wohl der bekannteste Binnensee. Bevor wir an unserem am See gelegenen Hotel ankamen, machten wir noch einen Besuch in Urquhart Castle, einer der größten Burgruinen Schottlands, oberhalb von Loch Ness gelegen. Und im Hotel erwartete uns dann wieder ein ausgezeichnetes Abendessen. In allen Hotels konnten wir aus drei Vor-speisen, drei Hauptgerichten und drei Desserts auswählen – alles schmeckte bestens!

Der längste Tagesausflug mit knapp 400 km folgte am Dienstag mit der Fahrt in den Nordwesten der Highlands. Beeindruckt von der Vielfalt der Landschaft besuchten wir hinter Inverness und Ullapool die Corrieshalloch Schlucht mit den Measach-Wasserfällen. Nach der Wildromantik erfolgte der Besuch in den weltberühmten Inverewe Gärten, die über exotsiche Pflanzen aus aller Welt verfügen und einzigartige Ausblicke auf Loch Ewe bieten.

So mancher Nessie wurde im Souvenirladen des Hotels gekauft, bevor wir die Weiterreise nach Aberdeen am 14. Mai antraten. An diesem Tag fuhren wir durch die Speyside Region, wo uns der „Speyside Way“, der durch teilweise unberührte Heide- und Berglandschaft führt, an unseren Westweg erinnerte. Doch zum Wandern kamen wir nicht, denn im „Goldenen Dreieck“ Schottlands erwartete uns die Glenfiddich-Destillerie, Schottlands größte Whiskybrennerei. Nach einer interessanten Führung durften wir auch „das Produkt“ verkosten. Dem einen schmeckte der Malt Whisky, dem andern der Whiskylikör besser! Ohne Probleme (!!) besuchten wir später noch das berühmte Fyvie Castle, das mit seinen fünf Türmen fünf Jahrhunderte schottische Geschichte zeigte. Reich an Gemälden und wertvollen Möbeln erahnten wir den Flair dieses Schlosses. Etwas müde (woher wohl?) kamen wir in unserem schönen Hotel in Aberdeen an!

Am Donnerstag fuhren wir von Aberdeen die bekannte und interessante Ostküste entland nach Edinburgh. Am berühmten Dunnottar Castle, kurz hinter Stonehaven, wurden wohl die meisten Fotos geschossen. Denn in herrlichem Sonnenschein präsen-tierte sich die unüberwindliche Festung des Earls Marischals von Schottland, 50 Meter über der Steilküste gelegen. Dort lagerten einst die schottischen Kronjuwelen. Im Anschluss besuchten wir das Herrenhaus Dun, von außen zunächst wenig interessant, doch hinter den Mauern sehr gemütlich und schön. Am Nachmittag folgte ein weiterer Höhepunkt unserer Reise: Besuch in der ältesten schottischen Universitätsstadt St. Andrews. Der schmucke Ort ist auch weltberühmt als „Heimat des Golfsports“. Dort staunten wir über die Ruinen der Kathedrale und des Schlosses. Kurz vor Edinburgh, in Dunfermline, bezogen wir unser letztes Hotel, das „Pitbauchlie House“.

Der Freitag stand ganz im Zeichen des Besuchs der schottischen Hauptstadt Edinburgh, angefangen mit dem Kilt, der unseren Chick noch fotogener machte (!). Bei einer interessanten Stadtrundfahrt erlebten wir die Geschichte der Stadt, den architektonischen Unterschied zwischen Alt- und Neustadt. Doch der Höhepunkt war der Besuch von „Castle Rock“, der schon zur Bronzezeit besiedelt war. Dass das Schloss und sein Umfeld seit 1995 zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt, ist eine Selbstverständlichkeit. Begrüßt von strammen Soldaten und Wachwechsel, ergänzt durch den Kanonenschuss um 12:00 Uhr war dieser Besuch ein besonderes Erlebnis. Die Freizeit am Nachmittag nutzten viele zum Bummel auf der „Royal Mile“, zum Beusch der Nationalgalerie, zum Einkaufen, …

Ab Abreisetag trauten wir unseren Augen nicht: Schottland weinte, weil wir wieder zurück nach Deutschland fliegen mussten! Zum erstenmal regnete es und wir brauchten doch noch unsere Knirpse, als wir einen letzten Bummel durch Dunfirmline machten, bevor wir uns am Flughafen von Doreen und Chick herzlich verabschiedeten.

Das Auschecken am Frankfurter Flughafen war nicht ganz so nervig, doch dauerte es auch wieder seine Zeit! Bevor wir am 17. Mai zu Hause ankamen, dankte W.S. im Namen aller Teilnehmer dem Organisator der Reise, K.G., mit einem Präsent. Inzwischen sind sicher schon viele Bilder entwickelt und ein Beweis für einen schönen und interessanten Aufenthalt in Schottland.

Und im kommenden Jahr geht’s in den Pfingstferien nach Sachsen-Anhalt (dort gibt es auch sehr schöne Fleckchen!).


Armenienreise vom 17. bis 28. September 2008

Vortrag bei der Abschiedsfeier am 27.09. 2008 in Jerewan

Was ein jeder wissen muss,

Armenien liegt im Kaukasus –

was man außerdem noch wissen kann,

die Hauptstadt, die heißt Jerewan.


Hier wurden Kirchen schon gebaut,

als die Germanen auf der Bärenhaut

genüsslich ihren Met noch tranken,

und bauten nur mit rohen Planken.


So sahen wir Kirchen und Klöster zu Hauf,

zwar mitgenommen von der Zeiten Lauf,

doch älter als Aachen’s berühmter Dom

und dessen gepriesenes Oktogon.


Begleitet wurde uns’re Reise

auf die allerbeste Weise

von Rita, unsrer Führerin,

im Führen eine Meisterin.


Sie spricht nicht nur die deutsche Sprache,

– perfekt – sie weiß von jeder Sache

zu berichten, bis ins kleinste Detail!

Drum gab’s für uns auch keine Langeweil!


Bei Kirchen, Klöstern aus Jahrhunderten,

weiß sie soviel, dass wir uns wunderten!

Im 4. Jahrhundert fängt das schon an,

und hält sich vielhundert Jahre dran.


Ob nun zentraler Kuppelbau,

mit ’nem massiven Unterbau,

mit Trompen, Zwickeln oder Nischen,

ob mit, ob ohne Fensterchen dazwischen,

ob auf ’nem Mithrastempel-Fundament,

– das unsereiner nicht erkennt –

ob nun ummantelt oder nicht,

sie gab zu allem uns Bericht.

Ein Dank an Vatschik, der uns fuhr!

Woher nimmt er die Ruhe nur??

Egal, ob im Gewühl von Jerewan,

oder draußen auf der Autobahn.


Den Bruynswyck’s ein Dank für die Planung!

– Wir hatten vom Land so wenig Ahnung –

Das, was im Angebot anderer Reisen fehlt,

der Kontakt zu den Menschen, hier doppelt zählt.

Besuch in Amirkhanian’s Elternhaus,

später, bei der Schwester zum Mittagsschmaus,

und gestern noch, hoch über Jerewan,

im Haus der Familie Simonian.


Ein Dank auch an die kleine Schar,

die skeptisch, doch nicht furchtsam war,

so dass diese wunderschöne Fahrt,

nicht aus Mangel an Zuspruch gestrichen ward!


Zehn Tage waren wir im Land,

wir sahen und hörten so allerhand.

Viel zu kurz war’s, um alles zu wissen,

manches wurde nur angerissen.

Vieles noch blieb uns verborgen!

Doch gibt es gewiss noch ein Morgen!

Vielleicht gibt’s dann, wir wünschen es sehr,

irgendwann mal, eine Wiederkehr!

Nachtrag:

Zum Essen

Als Hauptgericht – das sei verraten –

gibt’s mittags, abends, Gurken und Tomaten,

dazu Brot – und will man uns beglücken,

geriffelten Käs‘ in Drei-Ecks-Stücken!

Wilhelm H. Pfeiffe

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